Kolumbiens Karibikküste von Ost nach West

Puh… richtig lang ist es schon her, dass wir unseren letzten Beitrag hochgeladen haben. Seitdem ist unglaublich viel passiert: Wir haben die letzten Reisewochen in Kolumbien und Panama genossen, sind wieder nach Hause gekommen und schlussendlich hat auch das ungeliebte Arbeitsleben für uns wieder begonnen 😉

Aber um all das soll es in diesem Beitrag nicht gehen. Es geht schließlich ums Reisen und da gibt es noch Einiges zu berichten… zum Beispiel von der kolumbianischen Karibikküste 😉

Vier Wochen an der Küste

Wenn ich früher daran dachte, habe ich mir immer tiefblaues Wasser, weißen Sandstrand, Palmen und Sonnenschein vorgestellt. In Kolumbien gibt es solche Orte nicht wie Sand am Meer (haha, wie passend 😀 ), aber neben einigen anderen Highlights, findet man an der Küste auch ein paar Strandparadiese.

4 Wochen haben wir dort verbracht und einiges erlebt. Vor allem konnten wir hervorragendes Sommerwetter genießen, was ich in Deutschland gerade eher vermisse…

Unsere erste Station an der Küste war die bekannte Hafenstadt Cartagena. Die koloniale Innenstadt ist für uns die schönste in Südamerika gewesen. Jeden Abend ging es auf die Stadtmauer, um bei einem eiskalten Bier den Sonnenuntergang zu beobachten. Ein oder zwei Tage zum Besichtigen der Innenstadt reichen hier allerdings aus, denn durch den großen Besucheransturm ist es doch sehr voll und geschäftig (sprich: jeder versucht, einem etwas anzudrehen 😉 ). Außerdem ist Cartagena gefühlt der heißeste Ort an der Küste, weil es kaum mal einen Windzug gibt.

Danach ging es weiter Richtung Osten zum kleinen Ort Taganga. Er liegt in einer Bucht ganz in der Nähe der Stadt Santa Marta und dem Nationalpark Tayrona. Nach einer wirklich halsbrecherischen Busfahrt (oh mein Gott, wenn die Erinnerungen da wieder hochkommen… Diese Überholmanöver…) sind wir in unserem hübschen Hostel Divanga Bed & Breakfast angekommen. Das Highlight dort war definitiv der schöne Pool im Innenhof! Taganga selbst hat zwar auch einen Strand, der ist allerdings weit entfernt vom Postkartenmotiv mit Palmen 😉 Trotzdem ist das kleine Örtchen ein ganz netter Stop zum Entspannen. Es gibt ein paar wenige wirklich gute Cafés und Restaurants, außerdem die besten Fruchtsaftstände in ganz Kolumbien. Der Fruchtsaftboy unseres Vertrauens hat jeden Tag mindestens einen Besuch von uns bekommen! 😀 Und entgegen dem, was uns vorher manchmal erzählt wurde, war Taganga Anfang Juni nicht allzu sehr von Backpackern überlaufen.

Der Ort ist bekannt für seine große Auswahl guter Tauchschulen. Und als Erwin sich wieder mal für eine 4-tägige Wanderung zur Ciudad Perdida, der Verlorenen Stadt, ins Hinterland bei 30 Grad und 100% Luftfeuchtigkeit entschieden hatte (verrückt, wenn ihr mich fragt…), habe ich ganz spontan einen Tauchschein dort gemacht. Definitiv eins der coolsten Erlebnisse der gesamten Reise!

Als Erwin von seiner Wanderung zurückkam, haben wir uns noch 2 Tage in Taganga entspannt. Dann ging es mit dem Bus 2 Stunden weiter östlich zum Küstenort Palomino. Der Strand hier soll schöner und einsamer sein. Bei uns machte es allerdings nicht Zoom. Es gibt viele Hostels und Hotels am Strand und von Einsamkeit ist nicht viel zu merken. Außerdem ist die Meeresströmung hier sehr stark und man kann nicht so toll schwimmen und baden.

Was allerdings toll war, war das Tubing. Man bekommt einen Schlauch aus einem Traktorreifen über die Schulter, setzt sich für 20 Minuten auf ein Motorrad hinter den Fahrer, braust über Stock und Stein, läuft noch 15 weitere Minuten durch den Dschungel und setzt seinen Schlauch (und sich selbst darin) in den Rio Palomino. Ganz sanft und unendlich entspannt wird man aus einer beeindruckenden Dschungellandschaft mit Bergen und Urwald Richtung Meer getrieben. Wir hatten den Fluss für uns allein und es war ein richtig entspanntes Erlebnis! Toll! 😀

Sonst waren wir in Palomino nur kurz und sind dann zu dem Highlight schlechthin in dieser Region gefahren – dem Tayrona Nationalpark.

Dschungelberge treffen Traumstrände

Der Tayrona Nationalpark liegt an der östlichen Karibikküste Kolumbiens und umfasst auch noch einen Großteil des Hinterlandes, auf dem dichter Regenwald wächst und das in ein hohes Gebirge übergeht – die Sierra Nevada de Santa Marta ist sogar das höchste Küstengebirge der Welt mit Gipfeln über 5700 m . Bekannt ist der Park allerdings für seine traumhaften, naturbelassenen Karibikstrände. Hier gibt es keine Hotels. Übernachten kann man nur auf Campingplätzen.

Und Verkehrsstraßen findet man im Park glücklicherweise auch nicht, darum startet unser Besuch dort mit einer Wanderung durch den Regenwald. Nach 10 Minuten ist man wegen der hohen Luftfeuchtigkeit überall nass geschwitzt… und ich bin fürs erste schon bedient. Aber meine Laune bessert sich schnell wieder – denn dort wo täglich hunderte Touristen langlaufen, sehen wir in den Bäumen eine Horde Affen rumtollen. Wie cool!

Wir können wieder Tiere beobachten. Damit hätte ich hier gar nicht gerechnet. Aber so gerne ich hier bleiben würde… wir müssen weiter. Ich will ins kühle Wasser. 🙂 Später erreichen wir dann den schönen Strand La Piscina, an dem wir erst mal ein Päuschen machen und Baden. Endlich ein bisschen Erfrischung. Das tut gut!

Unser Tagesziel, den Strand am Cabo San Juan del Dia, erreichen wir wenig später… Und ergattern zwei der letzten Hängematten zum Schlafen! Der Strand liegt an einer kleinen Bucht. Eigentlich handelt es sich sogar um zwei Strände, die nebeneinander liegen. Er ist das Highlight im Park und dementsprechend sind auch viele Leute dort, vor allem zur Hauptzeit um den Mittag. ABER: Als wir dort waren, mussten wir trotzdem nicht wie die Sardinen am Strand liegen. Es ist relativ weitläufig und wenn man sich etwas umschaut, kann man noch ein ruhiges Plätzchen im Schatten unter Palmen ergattern. Nur aufpassen, dass man nicht in der Falllinie einer Kokosnuss liegt und dann einfach den ganzen Tag dort liegen, zwischendurch immer mal wieder Baden gehen… kommt dem Paradies schon nahe. 😉

Das waren unsere Stationen an der östlichen Karibikküste. Danach kam dann der westliche Teil an der Reihe, an dem wir auf unserem Weg nach Panama sowieso vorbei kamen.

Gen Westen, gen Panama

Die Westküste Kolumbiens ist noch relativ unbekannt bei Reisenden, obwohl die kleinen Fischerdörfer Carpurgana und Sapzurro definitiv eine Reise wert sind. Der Weg dorthin ist allerdings etwas beschwerlicher. Ein kompletten Tag fuhren wir mit dem Bus von Cartagena in die unspektakuläre Stadt Necoclí, von wo es am nächsten Morgen mit dem Speedboot weiter nach Capurgana ging. In dieser Region wachsen direkt hinter der Küste dichte Regenwälder. Das heißt natürlich: es gibt auch viel Regen. Wir hatten das unglaubliche Glück bei unser zweistündigen Bootsfahrt von oben richtig schön eingeregnet zu werden und in Capurgana unsere gesamten Klamotten (samt Rucksackinhalt) trocknen zu dürfen 😦 Eine denkwürdige Bootsfahrt…

Dafür war uns das Wetter in den nächsten Tagen gnädig gestimmt und wir hätten wenig Regen und ganz viel Sonne.

Capurgana und der nahe gelegene Ort Sapzurro sind einfach unglaublich idyllisch. Sie sind nur mit dem Boot oder per Flugzeug zu erreichen. Es fahren also keine Autos! In der Nähe gibt es einige wunderschöne Strände und Wandermöglichkeiten. Viele Schnorcheln- und Tauchspots laden zum Erkunden der wunderschönen Riffe ein. Aber seht selbst…

Insgesamt sind wir fast 4 Wochen an der kolumbianischen Karibikküste unterwegs gewesen und waren auf jeden Fall begeistert. Die Menthalität der Menschen hat uns im Hochland zwar besser gefallen, aber man kann sich einfach toll entspannen, die Unterwasserwelten erkunden und auch an Land ist die Natur mit ihren Regenwäldern und einigen tollen Ständen absolut sehenswert!

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